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Einleitung
In dieser Broschüre werden kurz alle jene Institutionen und Aktivitäten
vorgestellt, die sich in Österreich mit erdwissenschaftlichen
Fragestellungen beschäftigen. Dazu zählen staatliche Einrichtungen
wie der Geologische Dienst, Museen, Universitäten und verschiedene
wissenschaftliche Gesellschaften.
Seit der Kelten- und Römerzeit wurde in den Ostalpen Bergbau betrieben,
besonde-res Augenmerk galt dabei dem Eisen, Kupfer und dem Salz.
Wenn auch diese Akti-vitäten im 20. Jahrhundert infolge Erschöpfung
der Lagerstätten stark zurückgingen, hielt doch die Exploration
auf Kohlewasserstoffe und andere wirtschaftlich nutzbare Rohstoffe
in verschiedenen Teilen der Alpen, allen voran ihren Vorlandbecken,
bis in die Gegenwart unter Einsatz modernster Suchmethoden an.
Basierend auf ersten Erkundungen in den Pioniertagen im frühen
19. Jahrhundert wurden in Österreich parallel dazu aber auch auf
anderen geowissenschaftlichen Gebieten intensive Forschungen betrieben,
die dazu führten, dass das Wissen über die räumlichen und zeitlichen
Zusammenhänge von geologischen Ereignissen heute einen Kenntnisstand
erreicht hat, der von einem Einzelnen kaum mehr zu überblicken
ist.
Tatsächlich spiegelt das Bild über die geologische Vergangenheit
viele revolutionäre Ideen wieder, aber auch manche Irrwege.
Im Zentrum von geowissenschaftlicher Forschung stehen in der Gegenwart
die Geologische Bundesanstalt und die erdwissenschaftlich ausgerichteten
Universitäts instiute von Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck und
Leoben. Dazu kommen weitere Forschungsstätten wie das Naturhistorische
Museum in Wien und Museen in anderen Städten sowie die Österreichische
Akademie der Wissenschaften, die über verschiedene Programme und
Kommissionen Forschungsmittel für die Erdwissenschaften zur Verfügung
stellt. Forschungsförderung wird darüberhinaus auch vom Fonds
zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung betrieben, die
im Bereich der Geowissenschaften nationale und internationale
Projektvorhaben unterstützt. Auf den Gebieten der Geologie und
Mineralogie waren dies lt. Jahresbericht 1999 des FWF immerhin
rund 3 % der gesamten Forschungsförderung.
Nach dem "Forschungsbericht 1997" des BM für Wissenschaft und
Verkehr betrug die gesamte staatliche Forschungsförderung inklusive
Beiträgen für internationale Organisationen im Jahr 1997 rund
15,5 Mrd. ATS. Davon entfielen rund 5%, das sind etwa 775 Mio.
ATS auf die Erdwissenschaften und verwandte Disziplinen wie Meeres-
und Atmosphärenforschung.
Das Österreichische Nationalkomitee für Geowissenschaften lädt alle jene,
die an weiteren In-formationen über die Erdwissenschaften in Österreich
Interesse haben, zu Kontakten mit einem der hier angeführten Institute
oder Organisationen herzlich ein.
Das Österreichische Nationalkomitee für Geowissenschaften
Das Österreichische Nationalkomitee (ÖNKG) vertritt im nationalen
Bereich die geowissenschaftlichen Interessen, wobei besonders
auf die Förderung und Weiterentwicklung der Geowissenschaften
bedacht genommen wird. Im internationalen Bereich nimmt es die
Interessen der Geowissenschaften Österreichs wahr, insbesondere
gegenüber dem Internationalen Geologenkongress und der International
Union of Geological Sciences (IUGS).
Das Österreichische Nationalkomitee für Geowissenschaften besteht aus rund
50 Mitgliedern, die alle erdwissenschaftlichen Institute auf Universitätsebene
umfassen, die Geologische Bundesanstalt, weitere staatliche Institutionen,
wissenschaftliche Vereinigungen, Landesgeologen, Vertreter von
Geologenbüros, die Erdöl- und Rohstoffindustrie, die Wirtschaftskammer
und weitere Organisationen, die den Erdwissenschaften nahestehen.
Beobachterstatus bei den Versammlungen haben außerdem Vertreter
der Bundesministerien für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Arbeit
und Wirtschaft, Äußeres, Landesverteidigung und des Fonds zur
Förderung der wissenschaftlichen Forschung.
Das Exekutivkomitee des ÖNKG besteht aus fünf Personen, nämlich
dem Direktor der Geologischen Bundesanstalt, dem Vorsitzenden
der Österreichischen Geologischen Gesellschaft, einem Repräsentanten
der Universitäten und zwei weiteren Mitgliedern. Der Universitätsvertreter
und die zwei weiteren Personen werden von der Plenarversammlung,
die zwei Mal pro Jahr stattfindet, für die Funktionsdauer von
zwei Jahren gewählt. Das Exekutivkomitee wählt aus seinen Reihen
einen Vorsitzenden, einen Stellvertreter und den Generalsekretär.
Darüberhinaus können von der Plenarversammlung nach Bedarf Arbeitsgruppen
eingerichtet werden.
Die Mitgliedschaft im Österreichischen Nationalkomitee ist ehrenamtlich,
alle Mitglieder haben einen ex-officio Status. |